Es ist kein Novum, dass der Staat Österreich versucht, Einwanderung als vorteilhaft darzustellen. Einerseits wird der österreichischen Bevölkerung durch den staatlichen Rundfunk ORF suggeriert, dass Einwanderung für das Land gewinnbringend ist, andererseits fördern staatliche Institutionen Projekte, die Immigration gut heißen.

Der kritische Bürger kann sich weigern, das durch staatliche Gebühren finanzierte ORF Programm anzusehen, oder für dubiose Integrationsprojekte zu spenden. Problematisch wird es aber, wenn Einwanderung in den österreichischen Lehrplänen festgeschrieben steht. Ein Einblick in den Lehrstoff eines Gymnasiums der 6. Klasse.

„Einwanderungskontinent Europa“

So lautet die Unterüberschrift eines Geographie Schulbuches („Raum – Gesellschaft – Wirtschaft“) des Verlags Ed. Hölzel. In diesem Kapitel ist davon die Rede, dass Europa „eine lange Geschichte der Migration“ hat. Frühere Migrationsströme (Beispiel: Zweiter Weltkrieg) werden mit der aktuellen Immigration aus Ländern der Dritten Welt und dem Nahen Osten verglichen. Es soll daher den Schülern vermittelt werden, dass es immer schon massenhafte Migration in Europa gegeben hat und auch die derzeitige Masseneinwanderung in dieser Tradition stehe.

Bevölkerungsaustausch wird propagiert

Um diese positive Haltung gegenüber Einwanderung zu manifestieren, werden zwei angebliche Vorteile erläutert, die diese mit sich bringt. „Je strenger die Einreisebestimmungen sind, desto größer ist die Anzahl der illegalen Einwanderer, ohne die in manchen Ländern ganze Bereiche der Wirtschaft nicht funktionieren würden (z.B. die Erntearbeiten in Teilen Spaniens oder Italiens)“ (Hitz u.a., S. 70). Diese Behauptung wird weder durch eine Studie noch einer statistischen Erfassung gestützt. Zudem soll Einwanderung dazu beitragen, die demographische Entwicklung Europas mit geringer Geburtenzahl auszugleichen.

Doppelmoral

Gerade in Gymnasien gilt meistens der Leitsatz, den Schülern eine kritische, offene Haltung zu vermitteln. Eine einwanderungskritische Haltung sei aber gänzlich unerwünscht, berichtet uns ein Schüler aus einem Gymnasium in Niederösterreich, das dieses Buch verwendet.

Andere Gesichtspunkte, wie zum Beispiel die Überlegung, dass ein Überfluss billiger Arbeitsmigranten Lohndumping fördern könnte oder die heimischen Arbeitnehmer verdrängt, werden nicht beachtet. Ebenso könne die demographische Entwicklung in Europa nur durch Einwanderung, und nicht durch familienfreundlichere Politik verbessert werden. Der Staat forciert damit eine einwanderungsfreundliche Gesinnung der Schüler. Alternativen zur Masseneinwanderung werden in diesem Schulbuch gar nicht angeführt. Masseneinwanderung gilt als Normalzustand.

 

Quelle: Direkt.info

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