Moskau/Washington. Schon seit einigen Tagen „warnen“ die USA öffentlichkeitswirksam vor einem neuerlichen C-Waffen-Angriff der syrischen Streitkräfte. Aus dem Weißen Haus verlautete dazu, „wenn Assad noch einen Massenmord unter Einsatz von Chemiewaffen unternehmen sollte, so würden er und sein Militär einen hohen Preis zahlen müssen“.

In Moskau betrachtet man solche Ankündigungen als Auftakt für eine neuerliche US-Intervention in Syrien. Das erklärte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am Donnerstag. Sie verwies auf Parallelen zur Vorgeschichte des amerikanischen „Vergeltungsangriffs“ auf eine syrische Luftwaffenbasis im April und sagte wörtlich:„Im April 2017 nach dem angeblichen Einsatz von Chemiewaffen im syrischen Chan-Scheichun hatte die aktuelle US-Administration nichts Unerwartetes getan. Sie wischte den Staub vom Szenario aus dem Jahr 2013 (zu einer Intervention in Syrien) und führte einen Angriff auf einen souveränen Staat durch.“ „Die aktuelle Informationskampagne ist das Vorspiel zu einer neuen Intervention in Syrien“, betonte die Sprecherin.

Die provokativen Erklärungen Washingtons über die angebliche Vorbereitung einer Chemieattacke seitens Damaskus‘ richteten sich dabei nicht nur gegen Syrien, sondern auch gegen Rußland. Die Lage „erinnert die Situation an eine umfangreiche Provokation militärischer und informationeller Art, die nicht nur gegen die syrische Regierung, sondern auch gegen Rußland gerichtet ist“, sagte Sacharowa.

Auch der russische Außenminister Lawrow erklärte unterdessen – im Rahmen einer Pressekonferenz mit Bundeswirtschaftsminister Gabriel in Krasnodar –, Moskau werde adäquat auf mögliche US-Provokationen reagieren. Wörtlich sagte Lawrow: „Wir werden angemessen und entsprechend auf die reale Situation reagieren, die entstehen kann.“

Am Dienstag teilte der Sprecher des Weißen Hauses offiziell mit, Washington habe festgestellt, daß das Regime des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad einen Angriff mit Chemiewaffen vorbereite. Zuvor hatte der amerikanische Investigativjournalist Seymour M. Hersh unter Hinweis auf von ihm recherchierte Informationen mitgeteilt, daß US-Präsident Donald Trump, als er im April den Befehl zum Raketenangriff auf den syrischen Militärflugplatz Schairat erteilt hatte, nicht über Beweise verfügt habe, daß die Behörden des Landes Chemiewaffen in Chan Scheihun eingesetzt hatten.

 

 

Quelle: Zuerst

Метки по теме: ;