Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat die US-Koalition beschuldigt, mit ihren Provokationen in Syrien den dortigen Terroristen in die Hände zu spielen. Zugleich lobte er die Ausweitung der Waffenruhe in dem Land.

„Die Provokationen der US-geführten Koalition helfen den Terrororganisationen in Syrien, ihre Tätigkeit auszuweiten“, sagte der Minister in einer Besprechung am Freitag und erinnerte an den Abschuss des syrischen Su-22-Bombers durch einen US-Jet vor der IS-Hochburg Rakka.

Dabei gestand Schoigu ein, dass die US-Koalition strikt in den vereinbarten Zonen im Raum al-Tanf im Süden Syriens und östlich des Euphrat operiere. „Verstöße gibt es vorerst keine.“

Der russische Minister sprach weiter von Erfolgen der syrischen Regierungstruppen. Diese hätten in den vergangenen vier Wochen mit Unterstützung der russischen Luftwaffe im Nordosten der Provinz Aleppo, im Raum Palmyra und im Süden Syriens mehr als 12.000 Quadratkilometer und 69 Ortschaften befreit.
Zugleich werde die Ende 2016 von Russland, dem Iran und der Türkei vermittelte Waffenruhe ausgeweitet, so Schoigu. „Bislang sind 228 bewaffnete Oppositionsgruppen und 1864 Ortschaften, darunter 329 Dörfer allein im Juni, der Waffenruhe beigetreten.“

 

Quelle: Sputnik