Moskau ist laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow an einer geeinten und starken Europäischen Union interessiert, wie er am Freitag bei der Konferenz „Primakows Lesungen“ in Moskau erklärte.

Der russische Außenminister merkte an, in der EU sprächen einige Staats- und Regierungschefs darüber, dass die Union „unvollkommen ist und bald zerfallen wird“.
„Wir schauen all dem ohne jegliche Schadenfreude zu. Es macht uns sicher kein Vergnügen, aber wir verstehen, dass wir die Ereignisse in der EU nicht beeinflussen können. Diese Prozesse, diese Gärung, müssen irgendwie zu Ruhe kommen“, zitiert das russische Onlineportal lenta.ru Lawrow.

Russland erwarte, dass die EU ihre Politik gegenüber Russland „auf Grund des Interessenausgleichs und nicht der Meinung der russophoben Minderheit“ betreiben werde, so Lawrow.

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen hatten sich wegen der Situation auf der Krim und in der Ukraine verschlechtert. Ende Juli 2014 waren die EU und die USA von Einzelsanktionen gegen Privatpersonen und Unternehmen zu einschränkenden Maßnahmen gegen ganze Sektoren der russischen Wirtschaft übergegangen. Russland hat im Gegenzug die Einfuhr von Lebensmitteln aus den USA, den EU-Ländern, aus Kanada, Australien und Norwegen verboten.

 

Quelle: Sputnik