Nach dem Umbau eigener Gastransportkorridore wird Russland seinen Gastransit durch die Ukraine nach Westeuropa drastisch drosseln können. Ab 2020 sollen nur noch höchstens 15 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr durch das instabile Transitland strömen, wie Alexej Miller, Vorstandschef des russischen Gaskonzerns Gazprom, am Freitag mitteilte.

Das entspricht etwa einem Fünftel des jetzigen Transitvolumens.

Laut Experten sind 15 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr eben jenes Gasvolumen, das unter Umgehung der Ukraine durch den zweiten Strang der südlichen Gaspipeline gepumpt werden soll. Zuvor hatte der ukrainische Energiekonzern Naftogaz zugegeben, dass die Transitgebühr durch die Ukraine ab 2020 bedeutend sinken werde.

Russland will sich mit Direktpipelines von der politisch und wirtschaftlich instabilen Ukraine unabhängiger machen, die ihren Transitstatus auch als Druckhebel nutzt. Der russische Staatschef Wladimir Putin betont jedoch, dass sein Land bereit sei, auch weiterhin mit der Ukraine als Transitland zu arbeiten.

 

Quelle: Sputnik