Russland kann Serbien beim Bau der neuen Transitgasleitung an der Grenze zu Bulgarien helfen, sagte der serbische Präsident, Aleksandar Vučić, in einem Interview mit der Agentur RIA Novosti.

„Wir werden an der Grenze zu Bulgarien eine Abnahme-Gaspipeline entweder selbst oder mit Russlands Hilfe bauen. Somit bekommen wir an der Grenze 9,8 Milliarden Kubikmeter Gas“, so Vučić. „Von uns werden Abzweige zur Republika Srpska, nach Bosnien und Herzegowina, Pristina und Kroatien gerichtet. So werden wir den Transitzoll bekommen.“

Der Präsident räumte ein, dass dieser Plan nur im Falle des erfolgreichen Baus eines Gashubs in Bulgarien umgesetzt werde. „Wenn sie diese Station auf dem Weg nach Warna einrichten, wird das Gas nach Sofia geleitet und von dort aus nach Serbien“, klärte Vučić auf.
Ihm zufolge könnte Serbien mithilfe des neuen Projekts und mit ein wenig Glück von 100 bis 150 Millionen Euro im Jahr verdienen.

Zuvor hatten Russland, Serbien und Ungarn die Verhandlungen über den Bau der Gaspipeline „South Stream“ wieder aufgenommen.

 

Quelle: Sputnik