Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) scheint es größere Sicherheitslücken zu geben, als bisher bekannt. Mehrere tausend Asylbewerber sollen weder persönlich angehört noch erkennungsdienstlich behandelt worden sein, wie aus einer internen Mail des BAMF-Referats für Asylverfahren an die Abteilungsleiter hervorgeht. Demnach umfasse „diese sogenannte Risikogruppe 3.638 Antragsteller aus den Herkunftsländern Syrien und Irak, über die im schriftlichen Verfahren entschieden wurde“.

So müssen beispielsweise noch nachträglich Fingerabdrücke genommen und Fotos gemacht werden sowie diese Daten mit der Datenbank des Bundeskriminalamts abgeglichen werden. Bisher haben die Asylbewerber nur einen Fragebogen ausgefüllt. „Die Gefahr besteht darin, daß es zu falschen Asylentscheidungen kommt und daß Kriminelle und Menschen mit unlauteren Absichten solche Lücken ausnutzen“, heißt es dazu beispielsweise von dem innenpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Burkard Lischka.

 

Quelle: Zuerst