Nordkorea hat trotz eindringlicher Warnungen sowie Aufrufen zum Dialog durch seine Nachbarn und die USA erneut eine Rakete von mehreren hundert Kilometern Reichweite getestet. Die ballistische Rakete sei nach dem Start nahe der Grenze zu China im Westen des Landes mehr als 930 Kilometer geflogen und dann ins Japanische Meer gestürzt, teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium am Dienstag mit.

Nach Angaben der japanischen Regierung flog die Rakete, dessen Typ zunächst unklar war, 40 Minuten lang und landete dann wahrscheinlich in Japans exklusiver Wirtschaftszone — einer 200-Meilen-Zone vor der Küste. UN-Resolutionen verbieten Nordkorea den Test ballistischer Raketen. Solche Raketen sind vor allem für das Militär als Raketen mit Atomsprengkopf konzipiert.

Tokio warf der isolierten Führung in Pjöngjang Provokation vor und erklärte, zusammen mit den USA und Südkorea mehr Druck auf Nordkorea ausüben zu wollen. Ministerpräsident Shinzo Abe rief zugleich die Präsidenten Chinas und Russlands, Xi Jinpin und Wladimir Putin auf, beim G-20 Gipfel am kommenden Wochenende in Hamburg eine „konstruktive“ Rolle im Konflikt mit Nordkorea zu spielen. In Südkorea berief Präsident Moon Jae In nach dem Raketentest im Nachbarland — wie üblich in diesen Fällen — den nationalen Sicherheitsrat ein.

 

 

Quelle: RT

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