Russland hat am Mittwoch erneut seine Langstreckenbomber gegen den Islamischen Staat (IS) in Syrien geschickt. Diesmal setzten die Tu-95MS-Maschinen brandneue Marschflugkörper des Typs X-101 gegen die Terroristen ein, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte.

Die Maschinen seien vom Flugplatz Engels bei Saratow an der Wolga gestartet und hätten IS-Objekte an der Grenze zwischen den syrischen Provinzen Hama und Homs angegriffen, hieß es.

„Durch den Angriff wurden drei Waffen- und Munitionslager sowie ein Befehlsstand der Terroristen im Raum Akerbat vernichtet.“ Die Bekämpfung der Ziele sei mithilfe von Drohnen dokumentiert worden.

Die X-101-Marschflugkörper seien aus einer Entfernung von jeweils 1000 Kilometer auf die Ziele abgefeuert worden. Jagdflugzeuge Su-30SM, die auf der russischen Luftwaffenbasis Hmeimim in Latakia (Nordsyrien) stationiert sind, „gaben den Bombern Deckung“. Nach dem Einsatz seien alle beteiligten Flugzeuge unversehrt auf ihre Stützpunkte zurückgekehrt, hieß es aus dem Verteidigungsamt.

Der Luft-Boden-Marschflugkörper X-101hat eine Reichweite von 4500 Kilometern und ist sowohl konventionell als auch atomar bestückbar.

Ende 2015 hatte Russland seine schiffsgestützten Marschflugkörper «Kalibr» erstmals militärisch eingesetzt. Mit 26 Marschflugkörpern  dieses Typs bekämpften damals Schiffe vom Kaspischen Meer aus elf Ziele der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) in Syrien, die in einer Entfernung von 1.500 Kilometern lagen. Vor diesem ersten Einsatz galten 300 Kilometer als maximale Reichweite dieser Marschflugkörper.

 

 

 

Quelle: Sputnik

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