Straßburg. Die EU hat einmal mehr unter Beweis gestellt, daß ihr die grenzenlose Reisefreiheit („Schengen“) wichtiger ist als die Sicherheit der europäischen Bürger. Der Präsident des EU-Parlaments, Antonio Tajani, hat prompt die Ankündigung Österreichs kritisiert, seine Grenzen im Fall eines neuerlichen „Flüchtlings“-Ansturms erforderlichenfalls mit militärischen Maßnahmen schützen zu wollen.

Wörtlich sagte Tajani. „Das ist nicht der Weg, um die Flüchtlingsproblematik in Angriff zu nehmen. Die Entsendung von Soldaten an die Brenner-Grenze ist inakzeptabel.“

Tajani zufolge muß die EU die afrikanischen Herkunftsländer der Migranten stark unterstützen. „Wir haben vorgeschlagen, daß 6,4 Milliarden Euro, die in diesem Jahr nicht ausgegeben wurden, zu diesem Zweck verwendet werden”, so Tajani.

Kritisch gegenüber Österreich zeigte sich auch der Staatssekretär im italienischen Verteidigungsministerium, Domenico Rossi. „Das Heer am Brenner ist keine konkrete Lösung für das Migrationsphänomen, das nicht nur Italien, sondern ganz Europa betrifft. Österreichs Verhalten widerspricht der zunehmenden Integration zwischen Italien und Österreich im europäischen Rahmen”, sagte Rossi.

 

 

Quelle: Zuerst

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