Rund 150 mutmaßliche Mitarbeiter russischer Geheimdienste arbeiten in den USA, berichtet der Sender CNN unter Berufung auf Quellen in amerikanischen Behörden. Beweise wurden jedoch nicht erbracht.

Dem Sender zufolge ist die Anzahl der in die USA einreisenden russischen Staatsbürger, die der Aufklärung verdächtigt werden, seit der Präsidentenwahl im November 2016 wesentlich gestiegen.
Laut den Quellen wollen die russischen Geheimdienste ihr Personal nach der Ausweisung von 35 Diplomaten aus den Vereinigten Staaten vervollständigen.

Kurz vor Jahreswechsel hatte das Team des damals scheidenden US-Präsidenten Barack Obama 35 russische Diplomaten als Agenten abgestempelt und des Landes verwiesen. Obama ließ zudem eine Freizeitanlage für russische Diplomaten in Maryland schließen.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow schlug Präsident Wladimir Putin damals vor, als Reaktion ebenso vielen amerikanischen Diplomaten die Tür zu weisen. Doch Putin lehnte das überraschend ab.
Russland behalte sich zwar das Recht auf Gegenmaßnahmen vor, wolle sich jedoch „nicht auf das Niveau der Küchendiplomatie herabbegeben“, begründete er die Entscheidung. „Wir werden den amerikanischen Diplomaten keine Probleme schaffen und niemanden ausweisen.“

Auch lehnte Putin den Vorschlag ab, ein Erholungszentrum für US-Botschaftsangehörige in Moskau schließen zu lassen. Die Kinder der in Russland akkreditierten US-Diplomaten lud der russische Staatschef sogar zum Neujahrsfest in den Kreml ein.

 

Quelle: Sputnik