Mit einer Verspätung sind am Freitagmorgen einige der G20-Teilnehmer zur Begrüßung durch Kanzlerin Merkel eingetroffen. Demonstranten hatten versucht, die Zufahrtswege zum Messegelände zu blockieren. Wasserwerfer kamen zum Einsatz.

Die Polizei, die eh schon mit 20.000 Beamten zum größten Einsatz in der Geschichte Hamburgs angereist ist, hat weitere Verstärkung aus allen Bundesländern angefordert. Die Eskalation und der Abbruch der „Welcome to Hell“-Demo am Donnerstagabend ging laut Reportern vom NDR von der Polizei aus. Es hätte von Seiten der Demonstranten lediglich einen Flaschenwurf gegeben, woraufhin die Polizei hart eingriff. Ob das Vorgehen der Beamten rechtens war, wird von vielen Beobachtern angezweifelt und muss noch untersucht werden.

Derweil haben EU-Ratspräsident Donald Tusk und Kommissionschef Jean-Claude Juncker direkt auf dem Gipfelgelände eine Pressekonferenz gegeben, noch vor der offiziellen Begrüßung der G20-Teilnehmer durch Angela Merkel. Juncker sprach über Freihandel und ausgerechnet der Pole Tusk über Flüchtlinge – die Polen selbst nicht aufnehmen will.
Zumindest beim Volk sind die Erwartungen an den G-20-Gipfel gering. Laut einer Umfrage des ZDF rechnen drei Viertel der Deutschen nicht damit, dass auf dem Gipfel Weltprobleme gelöst werden können.

Im Moment überschatten die Krawalle auf Hamburgs Straßen noch die Weltpolitik auf dem Messegelände.

Nachdem die Gastgeberin Angela Merkel alle Staatsgäste persönlich und einzeln begrüßt hat, läuft nun die Arbeitssitzung zum Thema „Terrorismusbekämpfung“. Anschließend wird die Kanzlerin gegen 13 Uhr eine Eröffnungsrede halten.

Hier im internationalen Medienzentrum warten alle gespannt auf das erste persönliche Meeting zwischen Wladimir Putin und Donald Trump um 15.45 Uhr hier auf dem Messegelände. Die Außenminister Russland und der USA Sergej Lawrow und Rex Tillerson werden nun ebenfalls an dem Treffen teilnehmen. Presse ist keine zugelassen.

 

Quelle: Sputnik