Düsseldorf. Die schwarz-gelbe Landesregierung Nordrhein-Westfalens will bei der Zusammenarbeit mit Islamverbänden neue Wege gehen. Der islamische Religionsunterricht an NRW-Schulen werde ausgeweitet, bei der Wahl der Partner gibt es aber Bedenken in Hinblick auf die umstrittene Türkisch-Islamischen Union (Ditib). „Die Ditib muß sich entscheiden, ob sie eine politische Organisation sein möchte oder eine Religionsgemeinschaft. Wenn sie sich löst von Ankara und als Religionsgemeinschaft tätig ist, ist sie Partner“, sagte Integrationsminister Joachim Stamp (FDP).

Aufgrund einer Spitzelaffäre und Vorwürfen, ein verlängerter Arm, die fünfte Kolononne des türkischen Präsidenten Erdogan zu sein, äußerte Stamp weiter: „Wenn die Ditib politische Organisation sein will, kann sie die religiösen Aufgaben nicht mehr wahrnehmen, wo wir bislang in der Kooperation sind.“  Den islamischen Religionsunterricht will Stamp dennoch möglichst schnell ausweiten.

Aktuell nehmen rund 16.000 Schüler an 200 Schulen an dem Unterricht teil, dabei gibt es rund 350.000 moslemische Schüler. „Beim Islamischen Religionsunterricht ist für uns wichtig, daß ein Islam nach deutschem Lehrplan unterrichtet wird, der sich natürlich an den Werten des Grundgesetzes orientiert und Jugendlichen von vorneherein ein vernünftiges Bild vom Islam vermittelt“, heißt es dazu.

 

 

Quelle: Zuerst

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