Das russische Überschall-Bomber Tu-160 und sein amerikanisches Pendant B-1B werden auch in Zukunft nützlich sein und sich effektiv an der Ausführung von Aufgaben beteiligen, vor denen die strategischen Fliegerkräfte stehen.

Wie Dave Majumdar, Autor des Beitrags im „National Interest“, betont, vergleichen die Experten gern die beiden Maschinen miteinander, obgleich sie sich recht stark unterscheiden.

So war die 1. Modifizierung des B-1-Bombers (B-1A) für Angriffe aus der Höhe bestimmt, die für die Fla-Kräfte des Gegners nicht erreichbar sind. Gegen Ende der 70er Jahre nahm jedoch die Administration von Jimmy Carter Abstand von diesem Projekt, weil das Flugzeug nicht mehr in der Lage war, die Luftabwehr der Sowjetunion zu überwinden.
In der Amtszeit von Präsident Ronald Reagan wurde die Arbeit an B-1 wiederaufgenommen, allerdings mit einem anderen Konzept. Das neue Modell B-1B, das immer noch im Dienst der US Air Force steht, wurde auf Angriffe auf extrem geringen Höhen umgestellt. Die Umstellung erfolgte allerdings auf Kosten von Geschwindigkeit.

Anfang der 90-er Jahre wurde die Maschine mit konventionellen Präzisionswaffen bestückt, und diese Modifizierung hat sich während der Kampagnen im Irak und in Afghanistan „positiv bewährt“, wie der Experte betont.
„Die Tu-160-Maschine ist wesentlich schwerer und bedeutend schneller als B-1B“, so der Autor. Die maximale Startmasse des „Weiße Schwans“ – der Spitzname des russischen Bombers – liegt bei 275 Tonnen gegenüber 216 Tonnen bei B-1B. Außerdem ist das russische Kampfflugzeug mehr für den Einsatz von Marschflugkörpern aus großer Höhe bestimmt.

In diesem Zusammenhang erwähnt Majumdar die neuen X-101-Raketen, die bei der Operation in Syrien mit Erfolg eingesetzt wurden.

„Es wäre falsch, die Frage zu stellen, welche der beiden Maschinen besser ist, weil sie unterschiedliche Missionen haben“, heißt es im Beitrag abschließend.

 

Quelle: Sputnik