Bis zu 300.000 Syrer und Iraker haben der Bundesregierung zufolge einen Anspruch auf Familiennachzug nach Deutschland. Diese Schätzung basiere zum einen auf bereits erteilte Visa, zum anderen auf die erwarteten Anträge, teilte das Auswärtige Amt auf Nachfrage der Welt am Sonntag mit.

Auch eine zweite Schätzung unter Bezugnahme des durchschnittlichen Familiennachzugs bei Einwanderern aus Syrien führe zu dieser Zahl. Derzeit müßten die Antragsteller von Visa zur Familienzusammenführung mit langen Wartezeiten in den deutschen Auslandsvertretungen rechnen. Im Generalkonsulat im irakischen Erbil seien dies sieben und im libanesischen Beirut neun bis zwölf Monate. Dagegen sei die Wartezeit in der Türkei auf einen Monat reduziert.

Die „historischen Dimensionen der Zuwanderung seit 2015 stellten das Auswärtige Amt vor immense Herausforderungen, die trotz aller Anstrengungen und Bemühungen nicht in allen Fällen zur Zufriedenheit zu bewältigen gewesen seien“, zitiert das Blatt einen Sprecher der Behörde. Im ersten Quartal dieses Jahres seien rund 17.000 Visa zur Familienzusammenführung ausgestellt worden.

 

Quelle: Junge Freiheit