Die Nato hält einen weiteren Dialog mit Moskau für wichtig, wie der Chef der Allianz, Jens Stoltenberg, gegenüber dem ukrainischen TV-Sender „112 Ukraina“ sagte.

„Die Einstellung der Nato gegenüber Moskau besteht darin, wie wir dies nennen, in einer ,bilateralen Behandlungʻ. Vor allem ist es eine starke kollektive Verteidigung, die Vertrauen verdient, und gleichzeitig ein politischer Dialog, weil Russland unser Nachbar ist, der nicht einfach verschwindet“, so Stoltenberg.

Zudem betonte der Nato-Chef, dass die Allianz die bevorstehenden Militärübungen Russlands und Weißrusslands im September 2017 beobachten werde, wobei sie das Recht der beiden Länder auf Übungen ihrer Streitkräfte akzeptiere. Er verwies auch darauf, dass derzeit keine Bedrohung für Nato-Mitglieder bestehe.

Am Montag hatte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gesagt, dass Russland seit Jahren über die Annäherung der militärischen Nato-Infrastruktur an die russischen Grenzen sowie über einen möglichen Nato-Beitritt der Ukraine sehr besorgt sei. „Es wird ein weiterer Schritt, es kann potenziell zu einem weiteren Schritt in dieser Richtung werden, was natürlich die Verstärkung der Sicherheit und Stabilität auf dem europäischen Kontinent nicht fördern wird“, so Peskow.

Zuvor hatte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko erklärt, er habe der Nato vorgeschlagen, der Ukraine einen Aktionsplan zur Nato-Mitgliedschaft vorzulegen, und sein Vorschlag sei angenommen worden.

 

Quelle: Sputnik

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