Die im Südwesten Syriens eingerichtete Deeskalationszone hat zu einem spürbaren Rückgang der Gewalt beigetragen, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow zum Abschluss seines Gesprächs mit dem belgischen Amtkollegen Didier Reynders sagte.

„Wir haben viel über Syrien gesprochen, dort gibt es positive Veränderungen im Rahmen der Vereinbarungen über die Einrichtung von mehreren Deeskalationszonen“, sagte Lawrow. „Die südwestliche Zone wurde unter Beteiligung von russischen, jordanischen und amerikanischen Militärs und Diplomaten bereits eingerichtet, und sie hat geholfen, das Niveau der Gewalt wesentlich zu senken. Der Waffenstillstand wird seit Sonntag, dem 9. Juli, im Großen und Ganzen eingehalten.“
Hinsichtlich weiterer drei Zonen in Idlib, Homs und Ostghuta, werden die Verhandlungen dem Minister zufolge fortgesetzt. Dieser Frage sei das Treffen in Astana in der vergangenen Woche gewidmet gewesen. „Dort wurde ein gewisser Fortschritt erreicht. Es muss aber noch weiter daran gearbeitet werden“, so Lawrow weiter. Er äußerte die Hoffnung, dass dieser Prozess im August abgeschlossen werde.

Nach dem Treffen der Staatschefs von Russland und den USA, Wladimir Putin und Donald Trump, in Hamburg am Rande des G20-Gipfels hatte der russische Außenminister die Bereitschaft Moskaus und Washingtons verkündet, ab dem 9. Juli im Südwesten Syriens eine Waffenruhe zu erklären. „Buchstäblich heute haben in der jordanischen Hauptstadt Amman Experten Russlands, der USA und Jordaniens ihre Arbeit beendet. Sie haben ein Memorandum über die Einrichtung von Deeskalationszonen im Südwesten Syriens abgestimmt“, sagte Lawrow.
Die USA und Russland hätten sich verpflichtet, die Einhaltung der Waffenruhe zu gewährleisten.

 

Quelle: Sputnik