Die Frage, ob das Treffen Putin-Trump eher ein Erfolg für den russischen Präsidenten als für seinen amerikanischen Amtskollegen war, ist laut Wolfgang Richter, Sicherheitsexperte der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), schwer zu beantworten.

Auf jeden Fall habe Präsident Putin gezeigt, dass eine Kooperation mit den USA möglich sei, sagte der Experte in einem Interview mit Sputnik. Er führte die Worte Wladimir Putins an, Trump sei ein anderer als der, der im Fernsehen erscheine, und dass es eine persönliche Beziehung mittlerweile gebe, die für künftige Gespräche nützlich sein könne.

„Abgesehen von dem Syrien-Abkommen hat es aber nicht viele konkrete Fortschritte gegeben“, urteilt Richter. „Selbst im Hinblick auf die Angriffe, denen sich Präsident Trump aus dem US-Inneren ausgesetzt sieht, bzw. dass er oder sein Team im Wahlkampf mit der russischen Seite kooperiert habe, und dass es entsprechende Hackerangriffe gegeben habe. Diese Fragen sind jedoch persönlich insofern geklärt worden, als beide Seiten sich ihrer Hochachtung versichert haben, dass so etwas nicht vorgefallen ist. Und Präsident Trump fand es glaubwürdig. Andererseits gehen die Angriffe auf ihn in dieser Frage in den USA weiter, so dass er sich immer noch unter Rechtfertigungsdruck sieht.“