Die russische Botschaft bei der Nato hat via Twitter ein Video kritisiert, in dem die Allianz die Kämpfer gegen die Sowjetmacht in den Ländern des Baltikums, von denen viele zuvor in den Reihen von Hitlers Truppen gedient hatten, als Helden darstellt.

„Es handelt sich um einen erneuten schändlichen Versuch, die Geschichte umzuschreiben und ruhmlose ehemalige SS-Angehörige und Nationalisten zugunsten der heutigen politischen Interpretation zu verherrlichen. Die Nato schlägt eine weitere praktische Anleitung zum Säen von Intoleranz und kriegerischem Geist in deren bester Art vor“, schrieb Russlands Botschaft bei der Nordatlantikallianz in Brüssel am Mittwoch auf Twitter.

Die sogenannten „Waldbrüder“ kämpften in den Jahren 1944 bis 1953 auf dem Territorium der Länder des Baltikums aktiv gegen die Sowjetmacht. Viele von ihnen waren im Zweiten Weltkrieg Angehörige der dort aufgestellten SS-Bataillone.

Am Mittwoch hatte die Nato ein achtminütiges Video als Doku mit gespielten Szenen ins Internet gesetzt, in dem die „Waldbrüder“ als Helden gezeigt werden, die ausschließlich um die Unabhängigkeit ihrer Länder von der Sowjetunion gekämpft und eine breite Unterstützung unter der Zivilbevölkerung, die an der Wiederherstellung der eigenen Staatlichkeit interessiert war, genossen haben sollen.

Laut den Autoren des Videos lebt der Geist jener „Waldbrüder“ heute in den modernen Spezialeinheiten der Streitkräfte der drei Länder des Baltikums – Litauen, Lettland und Estland — fort. Ab 1940 gehörten diese Länder als Republiken zum Bestand der Sowjetunion, erklärten aber 1990 ihre Unabhängigkeit, welche de facto mit dem Zerfall der UdSSR im Jahr 1991 wirksam wurde. Jetzt sind diese Länder Mitglieder der EU und der Nato.

 

 

Quelle: Sputnik

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