Bei den Kämpfen um die irakische Stadt Mossul sollen laut einem Bericht von Amnesty International bis zu 6000 Zivilisten durch die US-Koalition getötet worden sein.

Das Leid in Mossul stand nicht im Fokus der Medien, als die Stadt vom Islamischen Staat befreit wurde. Der Angriff wurde gutgeheißen, im Unterschied dazu, als Russland und das Assad-Regime versuchten, die Terroristen aus der syrischen Stadt Aleppo zu vertreiben. Damals lag der Fokus der Medien auf den zivilen Opfern.

Jetzt zeigt ein Bericht von Amnesty International, dass tausende Menschen infolge der vom Westen unterstützten Angriffe auf Mossul gestorben seien.

In den letzten vier Monaten sind demnach knapp 6000 Zivilisten ums Leben gekommen.

«Zwischen dem 19. Februar und dem 19. Juni 2017 könnten infolge der Attacken der irakischen und US-geführten Koalitionsstreitkräfte 5805 Zivilisten getötet worden sein», schreibt Amnesty in dem heute veröffentlichten Bericht «Um jeden Preis: Die zivile Katastrophe in West-Mossul». 

In dem Bericht weist die Menschenrechtsorganisation darauf hin, dass die Streitkräfte ungenaue Waffen eingesetzt hätten. Zudem sei die wachsende Zahl ziviler Todesopfer ignoriert worden.

Amnesty wirft den pro-irakischen Streitkräften mehrere Verstöße gegen internationales Recht und sogar Kriegsverbrechen vor.

Dem Bericht zufolge mussten rund 600.000 Zivilisten aus Mossul fliehen.

«Erinnern Sie sich an die Hysterie der Medien über das zivile Leid in Aleppo?», kommentiert Russlands Außenminister Sergej Lawrow den Angriff auf Mossul. Die Befreiung West-Aleppo sei mit deutlich weniger zivilen Verlusten verbunden gewesen, so Lawrow.

 

Quelle: Freie Zeiten

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