Die Nato-Mitgliedschaft der Türkei stellt laut dem türkischen Botschafter in Moskau, Hüseyin Diriöz, kein Hindernis für die Lieferung von russischen Fla-Raketen-Systemen des Typs S-400 dar.

„Die Mitgliedschaft der Türkei in der Nato verhindert nicht, eine Mehrvektorenpolitik zu betreiben, darunter auch die Lieferung von russischen Fla-Raketen-Systemen des Typs S-400“, sagte der Diplomat am Freitag in Moskau auf einer Pressekonferenz bei der internationalen Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya.

Wie die russische Agentur RBK zuvor in ihrer Online-Ausgabe vom 5. Mai unter Verweis auf eine dem Kreml nahestehende Quelle berichtete, wolle Russland der Türkei einen Flugabwehrraketenkomplex S-400 zum Preis von 500 Millionen Dollar je Division verkaufen. Dies soll ein Gesprächspartner von Seiten des Verteidigungsministeriums gegenüber RBK bestätigt haben. Allerdings sei man sich zu jenem Zeitpunkt noch nicht über den Preis des Deals einig gewesen. Laut Medienmeldungen sollen sich die Verhandlungen mit der Türkei auch deshalb verzögert haben, weil Ankara auf der Übergabe eines Teils der Technologien und auf einer gemeinsamen Produktion mancher Bauteile dieser Flugabwehrraketenkomplexe bestanden habe.
Die Türkei ist seit 1952 Nato-Mitglied.

 

Quelle: Sputnik