Über eine Millionen Menschen sind wegen der Kämpfe um die Stadt Mossul auf der Flucht.

Wegen der Kämpfe um die nordirakische Stadt Mossul haben nach Angaben von Experten mehr als eine Million Menschen die Flucht ergriffen. Wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf mitteilte, konnten rund 825.000 Menschen noch nicht wieder in ihre Wohnungen und Häuser in der Stadt zurückkehren. Das entspreche rund 137.000 Familien. Die IOM beruft sich bei ihren Angaben auf Zählungen von Mitarbeitern vor Ort.

Die militärische Offensive zur Rückeroberung der nordirakischen Stadt aus den Händen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte im Oktober begonnen. Als IS-Kämpfer im Juni 2014 die Stadt am Ufer des Tigris überrannt und dort ein „Kalifat“ ausgerufen hatten, zählte die Stadt zwei Millionen Einwohner.

Am Montag gab die irakische Regierung die Rückeroberung der Stadt bekannt. Zahlreiche Stadtviertel liegen in Schutt und Asche, der Zugang zur Altstadt ist wegen der Räumungsarbeiten größtenteils versperrt. Viele vertriebene Einwohner versuchen dennoch, die Absperrungen zu überwinden und zu ihren vielfach zerstörten Häusern zu gelangen.

 

Quelle: Epochtimes