Russlands UN-Botschafter in Genf, Alexej Borodawkin, hat die zu Ende gegangene Syrien-Gesprächsrunde eingeschätzt. Dies berichtet am Samstag RIA Novosti.

Dem Diplomaten zufolge sei „Genf-7“ zwar ohne Durchbrüche, aber trotzdem konstruktiv gewesen und habe positive Ergebnisse gebracht. Insbesondere sei die Position des Hohen Verhandlungskomitees der syrischen Opposition (HNC) zur Zukunft des Landes korrigiert worden. Es gehe jetzt nicht mehr um den Sturz des Präsidenten Baschar al-Assad, sondern um die Erzielung von Vereinbarungen über politische Reformen. Borodawkin erläuterte, dass Russland mit einer Konsolidierung der Position der drei Delegationen der syrischen Opposition zum September 2017 rechne, was den Weg zu direkten Verhandlungen öffnen könne.
„Der Sinn der Korrektur besteht darin, dass die Oppositionsmitglieder im Laufe dieser Gesprächsrunde kein einziges Mal die Notwendigkeit des Sturzes des Präsidenten Baschar al-Assads und der legitimen Regierung der Arabischen Republik Syrien erwähnt haben. Letztendlich haben sowohl die radikalen Oppositionäre als auch ihre Sponsoren begriffen, dass zuerst der Frieden in Syrien sichergestellt werden muss, ehe man die politischen Reformen unter den Bedingungen der Normalisierung der Lage im Land vereinbart“, so Borodawkin.

Die 7. Runde der innersyrischen Verhandlungen in Genf erfolgte nach dem internationalen Treffen zu Syrien in Astana und den Gesprächen der Präsidenten Russlands und der USA in Hamburg.

 

Quelle: Sputnik