Russland wird laut Präsident Wladimir Putin alles daransetzen, um gegen die Versuche, seine Geschichte zu fälschen, zu kämpfen.

„Man darf deshalb nicht verrückt werden. Man muss das einfach als Arbeitsmoment betrachten. Aber man muss beharrlich, klar, eingängig und argumentiert unsere eigene Position zeigen“, sagte Putin bei einem Treffen mit Mitarbeitern des Bergbaukombinats Lebedinski in Gubkin bei Belgorod (Zentralrussland).

Wenn sich Russland daran halten und der Frage die nötige Aufmerksamkeit widmen werde, so würden jegliche Versuche, etwas zu fälschen und die eigene Geschichte des Landes gegen es selbst auszunutzen, zum Scheitern verurteilt sein.

Russlands Gegner hatten Putin zufolge schon seit langem die Geschichte als Mittel genutzt, um gegen Russland kämpfen zu können. Und jetzt befürchteten seine Gegner, dass Russland „zu stark“ geworden sei.

„Dann kommt es sofort zu diesen Zwecklügen, darunter auch zu einer Verzerrung der Geschichte: Wenn wir immer so schlecht gewesen wären, worüber sollte man dann mit solchen Menschen reden“, erläuterte Putin.

Als Beispiel führte Putin die Tatsache an, dass fast jeder dritte Japaner der Auffassung sei, dass die UdSSR die Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki abgeworfen hätte. Im Westen würde auch die Meinung vertreten sein, dass hauptsächlich die USA und Großbritannien zum Sieg über dem Nazismus beigetragen hätten, obwohl in den USA 500.000 Menschen, in Großbritannien 350.000 und in der UdSSR dagegen 27 Millionen Menschen während des Zweiten Weltkrieges ums Leben gekommen waren.
Wie Putin ausführte, verfolgt der Kampf gegen die Fälschung der Geschichte nicht das Ziel, die Größe Russlands zu zeigen, sondern vielmehr seine reale Rolle in den Weltprozessen.

Schon im Jahr 2016 hatte Putin gesagt, dass die Versuche, die Geschichte neu zu schreiben und den konjunkturbedingten politischen Interessen zuliebe Nazis und ihre Anhänger zu rehabilitieren, zynisch und völlig inakzeptabel seien.

 

Quelle: Sputnik