Das Verschwinden Russlands als souveräner Staat wäre für die Ukraine eine perfekte Variante der Entwicklung der Ereignisse, wie der ukrainische Vizeminister für Migration, Georgi Tuka, am Montag in einem Interview mit der ukrainischen Zeitung „Apostroph“ sagte.

„Die optimale Variante für die Ukraine und wohl für die ganze Welt wäre das Ende der Existenz Russlands als Staat in der Form wie heute“, antwortete Tuka auf die Frage nach einer potenziellen Möglichkeit, dass Kiew den Donbass wieder unter seine Kontrolle bringt.

Am 10. Juli erklärte Tuka, dass die ukrainischen Soldaten im Donbass wegen der russischen TV-Sendungen ihren Patriotismus verlören. Am selben Tag gab der Politiker zu, dass Kiew seit dem Beginn des Konflikts im Donbass keine Beweise für eine dortige Präsenz russischer Truppen finden könne.

Die Behörden der Ukraine hatten im April 2014 eine Militäroperation gegen die beiden selbsterklärten Volksrepubliken Lugansk und Donezk gestartet, die nach dem Staatsstreich in der Ukraine vom Februar 2014 ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Nach UN-Angaben sind in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen ums Leben gekommen. Die beiden Konfliktparteien werfen einander Verletzungen der getroffenen Vereinbarungen zu einem Waffenstillstand vor, der Schusswechsel geht  dennoch weiter.

Kiew wirft Moskau eine militärische Unterstützung von Lugansk und Donezk vor. Der Kreml weist alle Anschuldigungen zurück und fordert Beweise.

 

Quelle: Sputnik

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