London. Auch in London fand dieser Tage, wie in zahlreichen anderen europäischen Städten, eine Schwulenparade statt. Dort gab es aber Reibereien. Denn es demonstrierten auch Ex-Muslime, die auf ihren Plakaten Parolen wie: „Allah ist schwul”, „F*ck islamische Homophobie” und „Ex-Muslim und stolz drauf” hochhielten. Die Banner sorgten für Aufregung.

In der East London Moschee fand der Protest der Ex-Muslime wenig Verständnis: Salman Farsi, Sprecher Moschee, meinte dazu: „Unsere Religion fördert weder Haß noch Homophobie”. Kritiker werfen der East London Moschee jedoch vor, immer wieder radikale Imame einzuladen, die gegen Homosexualität predigen. Die Prediger forderten harte Strafen für Homosexuelle.

Die Gruppe der Ex-Muslime CEMB beschwert sich unterdessen darüber, daß die Polizei versucht habe, den Demonstranten ihre „Allah ist schwul”-Plakate wegzunehmen. „Solche Schwulen-Demos sind voll von Plakaten wie diesen, auf denen es heißt, Gott ist schwul, Jesus hatte zwei Väter. Darüber regt sich niemand auf, aber wenn wir sagen, Allah ist schwul, kommt sofort die Polizei und greift ein”, so Maryam Namazie, Sprecher der Ex-Muslimorganisation CEMB.

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan sprach von der größten „Gay Pride“ in der britischen Hauptstadt, seit sie dort vor 45 Jahren zum ersten Mal stattgefunden hatte.

 

Quelle: Zuerst

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