BERLIN. Jeder zweite Arbeitslose in Westdeutschland hat einen Einwanderungshintergrund. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Bundesagentur für Arbeit für das Jahr 2016 hervor, die der Welt vorliegt. Demnach haben in den westdeutschen Bundesländern 49,5 Prozent der 2,5 Millionen Arbeitslosen ausländische Wurzeln.

Den höchsten Wert erreicht Hessen mit 57,7 Prozent. Dahinter folgen Baden-Württemberg mit 56,2 und Hamburg mit 55,7 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern haben 12,3 Prozent der Arbeitslosen einen Einwanderungshintergrund, in Thüringen 14,7 und in Sachsen-Anhalt 14,7 Prozent.

Aufstocker mehrheitlich Ausländer

Noch höher ist der Anteil der Personen mit ausländischer Herkunft unter den 4,3 Millionen „erwerbsfähigen Leistungsberechtigten“. Dazu zählen etwa Hartz-IV-Empfänger, deren Lohn nicht zum Leben reicht. Laut Arbeitsagentur haben 52,6 Prozent der Aufstocker Einwanderungshintergrund. Im Westen sind es sogar 59,5 Prozent.

Die Zahl der Transferbezieher mit ausländischen Wurzeln stieg in den vergangenen drei Jahren stark an. 2013 hatte ihr Anteil noch 43 Prozent betragen. Unter den Arbeitslosen hatten 36 Prozent Migrationshintergrund.

Eine Person hat einen Einwanderungshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde. Weil diese Angabe freiwillig ist, stützen sich die Daten der Bundesarbeitsagentur auf jene 78,6 Prozent der Sozialempfänger, die antworten wollten.

 

 

Quelle: Junge Freiheit

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