Saudi-Arabien, die VAE, Bahrain und Ägypten haben die Liste ihrer Forderungen an Katar gekürzt und für deren Umsetzung keine konkrete Frist gesetzt, berichtet „The Wall Street Journal“.

Dem Blatt zufolge formulierten die vier Golfstaaten anstelle der vorherigen 13 Forderungen nun nur noch sechs allgemeine Grundsätze.
In der neuen Liste werden die Schließung des TV-Senders Al Jazeera sowie die unverzügliche Abschiebung aller Mitglieder der islamistischen Organisationen aus Katar nicht mehr verlangt.
Die arabischen Länder sollen zudem keine genaue Frist für die Umsetzung der neuen Forderungen festgelegt und betont haben, dass die neuen Prinzipien einen umfassenderen Charakter haben.

Ein Vertreter Katars erklärte, dass die Golfstaaten diesen Schritt getan hätten, um ihr Gesicht unter dem großen Druck der Weltgemeinschaft zu wahren. Dabei soll er sich bereit erklärt haben, den Konflikt mithilfe von Vermittlern aus dem Kreis der Staaten der Region zu lösen.

Am 5. Juni hatten Ägypten, Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, Libyen sowie Jemen, die Malediven und Mauritius die diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen, den Flug- und Schiffsverkehr gestoppt und die Grenzen geschlossen. Sie warfen dem Emirat „Unterstützung des Terrorismus“ und „Destabilisierung der Lage im Nahen Osten“ vor.
Die Golfstaaten hatten Katar am 23. Juni eine Liste mit ultimativen Forderungen übergeben, die Regierung Katars wies sie kurz vor Ablauf des Ultimatums zurück. Sie verurteilte die Forderungen als unrealistisch und rief zu deren Revision auf.

 

Quelle: Sputnik