Wien/Brenner. Der österreichische Innenminister Sobotka (ÖVP) hat jetzt Strafen für „selbsternannte Seenot-Retter“ im Mittelmeer gefordert. In der „Bild“-Zeitung warf er sogenannten „Hilfsorganisationen“ vor, direkt mit Schlepperbanden vor der libyschen Küste zu kooperieren.

Sobotka unterstrich, es sei wichtig, „daß selbsternannte Seenotretter aus Europa nicht mehr bei den Schleusungen helfen, nicht mehr mit den Banden kooperieren“. Natürlich dürfe niemand im Mittelmeer ertrinken. „Wir müssen aber trotzdem unterbinden, daß sogenannte Helfer weiterhin mit ihren Booten in libysche Hoheitsgewässer eindringen und dort die Flüchtlinge von den Schleppern direkt übernehmen.“ Schon jetzt sei „ein Drittel der in Österreich aufgegriffenen Migranten nicht in anderen EU-Staaten registriert worden. Das heißt: Sie wurden von kriminellen Banden auf illegalen Routen zu uns geschleust.“

Sobotka hatte am Montag das Grenzmanagement am Brenner in Augenschein genommen. Der Innenminister bekräftigte bei dieser Gelegenheit die Haltung der österreichischen Regierung, daß die Grenze innerhalb von 24 Stunden mit Soldaten des Bundesheeres abgeriegelt werden könnte, sollte die Zahl der illegalen Einwanderer steigen, die sich im Anzug auf Österreich befinden.

 

Quelle: Zuerst

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