Die russische Anwältin Natalia Weselnitskaja, die sich im Juni 2016 mit dem Sohn des US-Präsidenten Donald Trump getroffen hatte, hat ihre Bereitschaft geäußert, vor dem US-Senat auszusagen.

„Ich bin nur bereit, die Situation in der heutigen Massenhysterie im rechtlichen Feld aufzuklären, entweder durch Anwälte oder mit einer Aussage vor dem Senat. Ich bin bereit, dort hinzufahren, wenn meine Sicherheit gewährleistet wird“, sagte Weselnitskaja in einem Interview für RT.

Weselnitskaja habe aus den Medien erfahren, dass William Browder, CEO der Fondsgesellschaft Hermitage Capital Management, Informationen über sie und ihre Familie gesammelt und diese an Kongress-Mitglieder und Vertreter des US-Außenamtes weitergegeben hatte.

Weselnitskaja glaubt, Browder habe diese Kampagne veranstaltet, um sich an ihr für seine Niederlage im Prevezon-Verfahren zu rächen. Das Verfahren gegen die Firma Prevezon Holdings, die dem russischen Bürger Denis Kazyw gehört, war im September 2013 eingeleitet worden. Die Staatsanwaltschaft beschuldigte Kazyw, über Prevezon Holdings aus dem russischen Haushalt gestohlenes Geld gewaschen zu haben. Der Fall ging mit vorgerichtlicher Beilegung aus, Weselnitskaja war unter den Anwälten, die Kazyw verteidigten. Browder soll laut der Staatsanwaltschaft Informationen gegeben haben, wegen denen das Verfahren einleitet worden war.

Zuvor hatte die US-Zeitung „The Wall Street Journal“ berichtet, Weselnitskaja hätte Donald Trump Jr. Informationen über Browder geben wollen, aber der Sohn des US-Präsidenten hätte kein Interesse gezeigt.

 

Quelle: Sputnik