Bozen. Der nächste „Flüchtlings“-Ansturm auf Mitteleuropa hat begonnen. Jetzt kommen aus Süditrol aktuelle Warnungen. Die Südtiroler Caritas etwa sieht sich mit einem glatt verdoppelten „Flüchtlings“strom konfrontiert.

Grund dafür ist, daß es einerseits eine von Rom verordnete Quotenregelung von neu in Süditalien ankommenden Migranten gibt. Andererseits werden von Deutschland wegen der Dublin-Regelung viele Personen zurückgeschickt. Dazu kommen neuerlich auch Afghanen, die in Deutschland kein Asyl mehr erhalten, in Italien jedoch schon.

Laut der Bozener Caritas sind allein im Juni bereits mehr als 25.000 „Flüchtlinge“ in Südtirol neu angekommen. Es handelt sich vor allem um Schwarzafrikaner und Bangladeschis.

Besonders in Bozen wird inzwischen die Unterbringungsfrage akut, weil viele Migranten auf öffentlichen Plätzen kampieren. 100 bis 150 Schlafstätten, inklusive Sanitäranlagen, soll jetzt ein neues Großquartier bieten, teilte Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi mit.

Österreich betrachtet die Entwickluing südlich des Brenner mit wachsender Nervosität. Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) hatte erst Anfang der Woche neuerlich erklärt, man könne binnen 24 Stunden mit dem Bundesheer die Grenze dichtmachen, sollte Italien „Flüchtlinge“ weiterschicken.

 

Quelle: Zuerst

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