Das Ziel der Offensive der syrischen Regierungsarmee im Osten des Landes gegen die IS-Stellungen ist die Aufhebung der Blockade der Stadt Deir ez-Zor, sagte eine dem russischen Verteidigungsministerium nahe stehende Quelle gegenüber der Zeitung „Wedomosti“.

Die Offensive habe bereits in der vorvorigen Woche begonnen und agiere derzeit in zwei Richtungen: vom Norden aus entlang des Euphrat und aus einem Bezirk der Stadt Palmyra. Die Kämpfer der Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) blockieren demnach Deir ez-Zor bereits das vierte Jahr. Laut der Quelle wird die syrische Offensive von Flugzeugen und Hubschraubern der russischen Luft- und Weltraumkräfte unterstützt, die auf dem Luftstützpunkt Hmeimim stationiert sind.

Laut dem Experten Viktor Murachowski will die syrische Regierung mit der Befreiung der Ortschaften die Kontrolle über die Ölquellen zurückerlangen. Zuvor galten sie als Hauptfinanzquelle der IS-Terrorristen.

In der vorigen Woche hatten in der Provinz Idlib, die zuvor auf Vereinbarung der Türkei, Russlands und des Iran zur Deeskalationszone erklärt wurde, Zusammenstöße zwischen den Mitgliedern der Terrorgruppierung al-Nusra Front und Kämpfern anderer Gruppen, darunter Ahrar al-Scham, begonnen. Laut der Quelle begann in dieser Region der Prozess der Abgrenzung der Terroristen und der gemäßigten Opposition.

Die Abgrenzung sei ein natürlicher Prozess, wenn die Radikalen und die gemäßigten Rebellen keinen gemeinsamen Gegner haben, so der Experte Anton Mardassow. Viele Syrer hätten sich der al-Nusra-Einheit angeschlossen, weil sie in ihr eine disziplinierte und kampffähige Struktur gesehen hätten. Das Terrornetzwerk Al-Qaida habe im Rahmen seiner Strategie tief in die bewaffnete Opposition eindringen können. Aber eine relativ stabile Waffenruhe startet praktisch sofort einen Prozess der Abgrenzung der Opposition und der Distanzierung der Einwohner von der al-Nusra-Front und ihren Scharia-Gesetzen. Besonders deutlich sei dies nach der Erklärung der Waffenruhe im Dezember 2016 und dem Start des Verhandlungsprozesses in Astana geworden.

 

Quelle: Sputnik

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