Bozen. Wer dieser Tage Urlaub in Südtirol macht und dabei nach Bozen kommt, muß sich auf ungewohnte Bilder gefaßt machen: allenthalben bevölkern dort meist sehr dunkel pigmentierte „Flüchtlinge“ das Straßenbild – die Vorhut von rund 200.000 Migranten, die derzeit in ganz Italien in Aufnahmezentren einquartiert sind. Eine stattliche Vorhut von ihnen hat sich bereits auf den Weg nach Norden gemacht und mittlerweile Südtirol erreicht.

Lokalmedien zitierten den Bozener Bürgermeister Renzo Caramaschi mit den Worten: „Die Unterkünfte in der Stadt platzen mittlerweile aus allen Nähten.“

In einem ehemaligen Supermarkt sollen knapp 400 Männer untergebracht sein. „Immer wieder werden Schutzsuchende abgewiesen”, verrät ein Sicherheitsmitarbeiter. Die Flüchtlinge nächtigen dann auf der Straße oder unter Brücken. Die örtliche Charitas spricht von rund 2000 „Flüchtlingen“, die sich derzeit in der Region aufhielten. Der Augenschein allein in Bozen spricht aber für weit höhere Zahlen.

Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) pochte unterdessen in Wien bei einem Treffen mit seinem italienischen Amtskollegen Angelino Alfano darauf, illegal in Italien via Mittelmeer eingetroffene Migranten nicht mehr von den Inseln auf das Festland zu lassen. Er habe Alfano gesagt, „daß wir uns erwarten, daß der Fährenverkehr für illegale Migranten zwischen den italienischen Inseln wie Lampedusa und dem italienischen Festland eingestellt wird”.

 

Quelle: Zuerst

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