Das Ziel, Dominanz über alle Weltmeere auszuüben und das so genannte globale Angriffskonzept der USA und ihrer Verbündeten bringt die internationale Stabilität in Gefahr. Diese Politik stellt auch eine direkte militärische Bedrohung für Russland dar.

Eine der größten Herausforderungen Russlands stellt «das Streben einiger Staaten, insbesondere der USA, nach Herrschaft in den Weltmeeren einschließlich der Arktis-Region» dar. Hinzu kommt die Überwindung der «überwältigenden Überlegenheit ihrer Seestreitkräfte».

Strategisch entscheidende Regionen der Weltmeere im Fokus

So fasst ein offizielles Strategiepapier der russischen Marine unter dem Titel «Die Grundlagen der staatlichen Politik der Russischen Föderation auf dem Gebiet der Marine-Aktivitäten für den Zeitraum bis 2030» die derzeitige Ausgangssituation zusammen. Der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, hat das Dokument am Donnerstag ratifiziert.

Russland bemüht sich, seine Marine zur zweitstärksten der Welt hinsichtlich der Kampffähigkeit zu machen. Das berichtet die Nachrichtenagentur TASS. Die nunmehrige Doktrin besagt:

Die Russische Föderation wird nicht erlauben, dass überwältigende Überlegenheit fremder Länder über die eigene Marine aufgebaut wird. Sie wird danach streben, den zweiten Rang in der Welt bei der Kampffähigkeit zu gewährleisten.

Anders als die inzwischen veraltete Marinedoktrin für den Zeitraum bis 2020 spricht das neue Dokument explizit die US-Verbündeten an, die am militärischen Aufbäumen beteiligt sind. Diese stellen eine direkte militärische Bedrohung für Russland dar.

«Negative Veränderungen» in der internationalen Politik, das forcierte Ziel bestimmter Kreise, fossile Ressourcen zu kontrollieren, Piraterie, der Missbrauch der Situation Syriens, Iraks und Afghanistans sowie Fragilität in Südasien und Afrika unterstreichen die Notwendigkeit einer starken russische Marine-Präsenz. Diese soll sich auf «strategisch entscheidende Regionen der Weltmeere» fokussieren, fordert das russische Marine-Dokument.

Die neue Doktrin betont auch die zunehmende Rolle von Seestreitkräften im 21. Jahrhundert. Die Flotten «können der Verlauf einer militärischen Konfrontation und das Ergebnis eines Krieges verändern».

Marine setzt auf Potenzial an Nuklear- und Präzisionswaffen

Das beweise nicht zuletzt das globale Angriffskonzept der USA, das eine neue Herausforderung für die internationale Sicherheit darstellt. Es bedrohe die militärische Sicherheit der Russischen Föderation. Eine wichtige Rolle komme den US-Seestreitkräften zu, zu diesem Ergebnis gelangt das Strategiepapier der russischen Armee.

Die Seestreitkräfte sind laut der Marinedoktrin zu «einem der wirksamsten Instrumente für die strategische nukleare und konventionelle Abschreckung» geworden.

«Während einer militärischen Eskalation ist das Zeigen von Bereitschaft und Entschlossenheit einschließlich nicht strategischer Atomwaffen ein effizienter Abschreckungsfaktor», heißt es weiter in dem Dokument.

Abgesehen von Nuklearwaffen setzt die russische Flotte auf Präzisionswaffen, die die Zerstörung von strategischen Punkten und lebenswichtigen Objekten des Feindes ermöglichen. Das verhindere die Entwicklung eines Konflikts zu einem umfassenden Krieg.

 

Quelle: RT

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