Experten haben ein wichtiges Problem genannt, mit dem die syrische Regierung neben dem Anti-Terror-Kampf konfrontiert wird.

Da alle Teilnehmer des Syrien-Konfliktes an der Niederlage der Terroristen interessiert sind, sollen diese noch im Laufe des Jahres alle Positionen verlieren. Dennoch steht schon jetzt die Frage des künftigen Staatsaufbaus auf der Tagesordnung.

Wie die russische Zeitung „Parlamentskaja Gaseta“ am Freitag schreibt, hat Syrien zwischen zwei Wegen zu wählen – Konföderalisierung und Föderalisierung.

Das Problem um die sogenannten Deeskalationszonen schließe die Bildung autonomer Behörden mit ein. Wie der Politologe Sergej Markow äußerte, könnten diese auf die Seite anderer Akteure übergehen, anstatt Damaskus ihre Treue zu schwören.

Der Amerika-Experte Boris Meschujew vertritt indes die Auffassung, dass der Konflikt ohne direkte Konfrontation zwischen Russland und den USA gelöst werden könnte. Dies sei möglich, wenn die Seiten die jeweils „ihren Syrer“ – die Opposition bzw. Baschar al-Assad – weiter unterstützen würden.

Enklaven könnten den Politikwissenschaftlern zufolge einen Bürgerzwist einleiten, obwohl Russland den Kurs auf die Unterstützung des einheitlichen Syriens halte.

Als mögliches Entwicklungsszenario würde dabei das „bosnische“ genannt, wenn die „Scheidung“ im Rahmen einer neuen Konföderation erfolgt.

 

Quelle: Sputnik