Der österreichische Generalstabschef Othmar Commenda hat in einem Interview mit den „Oberösterreichischen Nachrichten” im wesentlichen vier große Bedrohungsszenarien umrissen, mit denen die Bevölkerung in den kommenden Jahrzehnten konfrontiert sein werde: Klimawandel, Terrorismus, Migration, Wirtschaftskrisen. Und: bei alledem gelte es, die Menschen frühzeitig zu sensibilisieren: „Das fängt schon in der Schule an.”

Weiter sagte Commenda: „Wir haben in vier Bereichen eine Herausforderung: Neben dem Terrorismus, der Migration und Cyber sind mittelfristig unsere Lebensgrundlagen bedroht. Bei Cyber findet der Krieg praktisch täglich statt. Die Migration wird uns die nächsten 20 bis 40 Jahre massiv beschäftigen – 2015 war hier nur ein Vorbeben.“

Eine besondere Herausforderung sieht der Stabschef in der Sicherstellung der Grundversorgung: „Die Klimabedingungen werden schlechter. Heuer hatten wir schon alles: Frost, Unwetter, Tornados, Dürre. Die Bedrohung ist ja nicht immer nur militärisch.” Man brauche wieder eine umfassende Landesverteidigung, diese umfasse aber „auch eine zivile, geistige und wirtschaftliche Komponente”. Hier müsse schon bei den Jüngsten mit der Aufklärung begonnen werden: „Wir haben heute etwa keine Bevorratung mehr. Wie man das künftig bezeichnet, ist zweitrangig. Aber wir müssen die Bevölkerung auf diese Bedrohungen vorbereiten, das fängt schon in der Schule an.”

Zur Migrationsproblematik erklärte Commenda, daß eine Schließung der Mittelmeerroute  zwar militärisch machbar sei, aber: „Das würde das Problem nicht lösen. Wir müssen die Ursachen in den Griff bekommen – und das kann nicht das Militär, das ist Aufgabe der Politik.”

 

Quelle: Zuerst