Die Europäische Union ist nicht dazu bereit, die US-Sanktionen gegen Russland zu unterstützen, sollte es um die reale Wirtschaft gehen. Das sagte der Chef des Außenpolitischen Ausschusses des russischen Oberhauses, Konstantin Kossatschow, am Sonntag gegenüber Sputnik.

Am Samstag wurde bekannt, dass sich die Republikaner und die Demokraten in den beiden Kammern des US-Kongresses über den Text eines Gesetzentwurfs über Sanktionen gegen Russland und den Iran geeinigt hatten. Das Dokument wurde auf der Webseite des Kongresses veröffentlicht und soll am Dienstag im Repräsentantenhaus und anschließend im Senat abgestimmt werden.

Die EU-Kommission bewertet den Entwurf als einseitiges Handeln Washingtons und befürchtet, dass das Dokument umfassende und unvorhersehbare Folgen nach sich ziehen würde.

Die Erklärung der EU-Kommission „bekräftigt ein weiteres Mal das wohlbekannte Sprichwort, wonach es im Spiel keine Freundschaft gibt. Wenn es um die reale Wirtschaft geht, ist die sattsam bekannte ‚Realpolitik‘ – sprich: transatlantische Solidarität — nicht mehr von Bedeutung“, so Kossatschow.

Diese Solidarität habe sich dank des finanziellen Anpumpens der europäischen Verbündeten durch die USA herausgebildet und zerbröckele wie Sand, sobald die „Solidarität“ den „Revers-Flow“-Charakter bekomme, so der Außenpolitiker.

„Ähnlich verhält es sich mit den Lieferungen des ‚russischen Revers-Gases‘ für die Ukraine aus Europa, die lediglich zu einer Verdreifachung der Preise der US-Kohle für die Ukrainer geführt haben», sagte der Parlamentarier.

 

Quelle: Sputnik

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