Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, ist wegen der möglichen neuen US-Sanktionen gegen Russland beunruhigt. Wie die Zeitung „Politico“ unter Verweis auf eine interne Notiz Junckers berichtet, fürchtet dieser die Untergrabung der transatlantischen und der G7-Einheit.

Laut der internen Notiz an die Kommissionsmitglieder, die „Politico“ vorliegt, ist Juncker vor allem darüber besorgt, dass die auf die Energiewirtschaft bezogenen Maßnahmen auf ungerechte Weise gegen die europäischen Energieunternehmen ausgenutzt werden könnten.

In dem Dokument heiße es außerdem, dass die neuen Sanktionen nicht nur gegen das Projekt „Nord Stream 2“ gerichtet seien, schreibt das Blatt. Demnach könnten auch die Öl- und Gasprojekte im Kaspischen Meer, der Gastransit über das Territorium der Ukraine sowie das Gasfeld auf dem Schelf des Mittelmeers an der ägyptischen Küste, an dessen Entwicklung russische Firmen beteiligt sind, leiden.

In den USA läuft indes die antirussische Kampagne weiter, die mit der angeblichen Einmischung Moskaus in die US-Wahlen verbunden ist. Dabei wurden bisher keine Beweise dieser „Einmischung“ vorgelegt worden.
Am Samstag wurde berichtet, dass das Weiße Haus die aktuelle Version des Gesetzentwurfs des US-Kongress über neue Sanktionen gegen Russland unterstütze.

 

Quelle: Sputnik