Die Siemens AG enthält sich jeden Kommentars zu Medienberichten über mögliche neue EU-Sanktionen gegen Russland wegen der Lieferung von Siemens-Turbinen auf die Krim, wie ein Pressesprecher des deutschen Konzerns, Philipp Encz, gegenüber Sputnik sagte.

Encz zufolge ist die Position des Konzerns in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung dargelegt.
Wie Reuters zuvor unter Verweis auf diplomatische Quellen gemeldet hatte, hat Berlin vorgeschlagen, die Sanktionsliste gegen Russland im Zusammenhang mit der Situation um die auf die Krim zugestellten Siemens-Turbinen um drei bis vier Privatpersonen bzw. Organisationen zu erweitern.

Am vergangenen Freitag hatte der Siemens-Konzern offiziell erklärt, dass alle vier Gasturbinen, die für ein Projekt auf der Taman-Halbinsel bestimmt gewesen seien, „rechtswidrig“ auf die Krim gebracht worden seien. Der Konzern schlug die Aufkündigung des entsprechenden Vertrags vor. Siemens wolle außerdem die Lizenzabkommen mit russischen Unternehmen kündigen, die Lieferungen von Energieausrüstungen an russische Staatsunternehmen aussetzen und neue Kontrollmaßnahmen beschließen, hieß es.

 

Quelle: Sputnik