Die britische Regierung hat einem Waffenverkauf an Saudi-Arabien in Höhe von 283 Millionen Pfund zugestimmt, trotz des versehentlichen Luftschlags von Riad auf einen Trauerzug im Jemen im Oktober 2016, der 140 Zivilleben forderte. Dies berichtet „The Guardian“.

Die Zeitung beruft sich dabei auf die Daten der Nichtregierungsorganisation Campaign Against Arms Trade (CAAT, zu Dt.: Kampagne gegen Waffenhandel).

Die Regierung in London wollte demnach nach dem Luftangriff im Oktober auf den Waffendeal verzichten. Doch der britische Außenminister Boris Johnson soll auf weitere Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien bestanden haben.

In den darauffolgenden sechs Monaten habe London Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien in Höhe von 283 Millionen Pfund gebilligt. Dazu gehörten laut der Zeitung unter anderem Teile saudischer Kampfjets für 263 Millionen Pfund sowie Bomben und Raketen im Gesamtwert von vier Millionen Pfund.

Die internationale Organisation Amnesty International und Campaign Against Arms Trade werfen London vor, verbotene Streubomben an Riad verkauft zu haben, die bei Luftangriffen im Jemen eingesetzt worden sein sollen. Insgesamt hat Großbritannien laut dem jüngsten Bericht von CAAT seit dem Beginn der Operation der arabischen Koalition im Jemen im März des vergangenen Jahres Waffen im Wert von vier Milliarden Euro an Riad verkauft.

 

Quelle: Sputnik

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