Mit den russischen S-400-Raketen fällt die Türkei sofort aus dem Nato-Flugabwehrsystem heraus, sagte der Militärpolitologe Andrej Koschkin gegenüber Radio Sputnik.

„Eine einzigartige Situation hat sich ereignet, als die Türkei sich an Russland um die modernsten Flugabwehrkomplexen S-400 gewendet hatte. Der Sinn ist, dass die Türkei sofort aus dem Nato-Flugabwehrsystem herausfällt“, so der Experte.

Das beunruhige nicht nur die Nato sehr, sondern auch, vor allem, die USA, die laut Koschkin in der Allianz dominieren und „diese Rolle in der Welt beanspruchen“.

„Die USA … würden gern ihre Bedingungen allen Staaten diktieren – wer wo welche Waffen kaufen soll“.

Die Amerikaner mögen demzufolge nicht, dass russische Waffen und Militärtechnik in vielen Ländern angesagt seien.

„Heutzutage hat es sich erwiesen, dass russische Waffen nicht nur in der Türkei, sondern auch im Irak gefragt sind, und in anderen Staaten wird jetzt die Frage gestellt, die erstklassige Ausrüstung und Militärtechnik zu bekommen. Dazu pflegen alle gern Beziehungen mit Russland auf dem Rüstungsmarkt“, sagte Koschkin.

Das S-400-System «Triumph» (Nato-Code SA-21 Growler) ist mit einer Reichweite von 400 Kilometern gegen alle Typen von Flugzeugen über Drohnen bis zu Marschflugkörpern wirksam und kann auch taktische Raketen abfangen. Selbst Tarnkappenflugzeuge (Stealth) haben dagegen keine Chance. Jedes System kann gleichzeitig 36 Ziele in bis zu 27 Kilometern Höhe mit insgesamt 72 Raketen beschießen. Das System ist kompatibel für vier Raketentypen, die sich in Gewicht und Reichweite unterscheiden.

 

Quelle: Sputnik