Semeac. So sieht Zivilcourage aus: in Südfrankreich haben jetzt Anrainer aus Protest gegen eine geplante „Flüchtlings“unterkunft die Zufahrt zu dem Gelände zugemauert. Die 18 Meter lange und 1,80 Meter hohe Mauer wurde am Montagmorgen errichtet, wie die Organisatoren der Protestaktion mitteilten.

Ort des Geschehens ist die nahe der südwestfranzösischen Stadt Tarbes gelegene Gemeinde Semeac. Dort wird derzeit ein früheres Billighotel in eine „Flüchtlings“unterkunft mit Platz für 85 Bewohner umgewandelt.

Eine Sprecherin des Aktionsbündnisses „Collectif Semeac“ erklärte der Presse gegenüber, man sei nicht ausländerfeindlich, jedoch: „Man muß aber auch an die Bürger denken.” Die Anrainer seien nicht zu dem Projekt befragt worden. Auch sei die Ankunft der künftigen Bewohner nicht ausreichend vorbereitet.

Auch in Frankreich mehren sich die Probleme infolge der illegalen Massenzuwanderung. Massive Auseinandersetzungen hatte es bis Ende 2016 etwa im „Dschungel“ von Calais gegeben, einem Illegalen-Lager mit bis zu 700 Migranten. Sie wurden Ende des Jahres von der Regierung auf andere Landesteile verteilt, wo die Probleme mit ihnen allerdings weitergehen.

 

Quelle: Zuerst

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