Anfang November werden sich in Jalta Vertreter von etwa zehn europäischen Ländern zur jährlichen Konferenz „Die Krim im internationalen Kontext“ versammeln, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Mittwoch.

Wie der Ständige Vertreter der Republik Krim beim Präsidenten Russlands, Georgi Muradow, mitteilte, wird dabei voraussichtlich ein Internationaler Verband der Freunde der Krim ins Leben gerufen, an dem sich etwa 50 ausländische Politiker und Gesellschaftsvertreter beteiligen werden.

Muradow unterstrich, dass diese Initiative von den Europäern ausging, vor allem von Jean-Pierre Thomas, dem ehemaligen Berater des früheren französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy für die Wirtschaftskooperation mit Russland.

„Seine Initiative wurde von einer ganzen Reihe von Parlamentariern aus mehreren europäischen Ländern befürwortet, italienische und zyprische Abgeordnete waren dabei besonders aktiv“, so Muradow.

Wie Thomas selbst gegenüber „Iswestija“ sagte, soll die neue „Plattform“ im Herbst entstehen und „zur positiven Wahrnehmung der Krim als Teil Russlands beitragen“. Es gehe um die allgemeine „Rehabilitierung“ der Halbinsel, um die Heranziehung von Investitionen und die Entwicklung des Tourismus.

Wie ein anderer Befürworter des zu bildenden Verbandes der Freunde der Krim sagte, ist das wichtigste Ziel, „der Konfrontation zwischen Russland und dem Westen wegen der Krim-Frage ein Ende zu setzen und konstruktives Zusammenwirken mit Moskau zu fördern“.

„Für die Krim ist das sehr wichtig. Aber das ist nicht die Initiative der Krim-Bewohner, sondern die unserer Freunde, die bereit sind, uns zu helfen“, sagte Muradow. „Sie haben die Möglichkeit, die positiven Veränderungen auf der Krim mit eigenen Augen zu sehen – in der Wirtschaft und in der Tourismus-Branche. Die ‚Freunde der Krim‘ werden internationale Akteure auf die Probleme der Halbinsel aufmerksam machen, die durch die Sanktionen und das Vorgehen der Ukraine ausgelöst wurden. Wir rechnen mit einem ernsthaften und langfristigen Effekt von dieser Arbeit.“

Der tschechische Abgeordnete Jaroslaw Holik, der die Krim mehrmals besuchte, ist der Ansicht, dass der Verband der Freunde der Krim in Europa eine positive Rolle bei der Einschätzung der Ergebnisse des Krim-Referendums im März 2014 spielen könnte.

„Wegen äußerer Faktoren wurden zwei Bruderländer zu Feinden. Im Jahr 2014 fand auf der Halbinsel ein legitimer Volksentscheid statt. Ich kenne mehrere Politiker, die als unabhängige internationale Beobachter dorthin gereist sind und die Transparenz der Abstimmung bestätigt haben. Der neue Verband wird den Europäern die Wahrheit über die Halbinsel erzählen“, so der tschechische Abgeordnete.

 

Quelle: Sputnik

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