Ein 29-jähriger Brite zeigte sich beim Landgericht Köln an diesem Freitag geständig — fast zwei Jahre nach einem groß angelegten Cyber-Angriff auf Router der Deutschen Telekom. Der Hacker-Angriff führte zu einem Schaden von zwei Millionen Euro.

Ende November 2016 waren die Internetrouter der Deutschen Telekom Ziel eines Hackerangriffs. Bundesweit waren rund eine Million Geräte betroffen. Trotz fehlender Belege dauerte es nicht einmal einen Tag, bis der deutsche Mainstream unisono Russland als Drahtzieher für den Hack ausmachte.

Auch der saarländische Innenminister Klaus Bouillon betonte: „Wir gehen eigentlich davon aus, dass es Russland ist“. Einiges deute auf eine Moskauer Urheberschaft hin, so der saarländische Minister. Im November 2016 wurde dann aber der Brite beschuldigt, «Speedport-Router» lahmgelegt zu haben.

Daniel K. zeigte sich geständig und gab seine Tat vor dem Kölner Landgericht an diesem Freitag zu. Der Prozess begann mit einer Zeugenvernehmung um 9 Uhr und anschließenden Plädoyers.

Am 27. November 2016 wurde Millionen Kunden der Zugang zum Internet abgeschnitten. Die Festnahme von Daniel K. erfolgte am Londoner Flughafen im Februar 2017. Der Angriff ließ sich auf einen Server und eine E-Mail-Adresse des 29-Jährigen zurückverfolgen. Daniel K. gab an, sich das Programmieren selbst beigebracht zu haben. Im Netz nutzte er die Pseudonyme «Peter Parker», «Spiderman», «BestBuy» und «Popopret».

Er soll den Auftrag zum Hacken von einer afrikanischen Firma erhalten zu haben, die ihm hierfür 10.000 Euro angeboten hat. Der Beschuldigte zeigte sich vor Gericht reumütig. Die Telekom gab an, aus dem Angriff gelernt zu haben und die Sicherheit weiter auszubauen:

Wir haben den Angriff zwar schnell bemerkt, aber es kann noch schneller gehen.»

Daniel K. drohen bis zu zehn Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft fordert zwei Jahre Haft auf Bewährung. Die Router hatte der Hacker mit der Schadenssoftware Mirai versehen. Das endgültige Urteil soll noch an diesem Freitag gesprochen werden. Die britischen Behörden forderten einen Auslieferungsantrag. Nach seiner Haftstrafe in Deutschland wird sich Daniel K. in Großbritannien wegen weiterer Haftstrafen verantworten müssen.

 

Quelle: RT

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