Dresden. Die Polizei in der sächsischen Landeshauptstadt ist nach einer Schlägerei am Hauptbahnhof in höchster Alarmbereitschaft. Am gestrigen Mittwoch beobachteten Beamte mit Schutzwesten den Bahnhofsvorplatz an der Bayrischen Straße. Denn in einem nahe gelegenen Kasino mit Bar treffen sich die vorbestraften Rapper der „KMN-Gang“ und ihre Freunde. Die in Dresden operierenden Rapper ausländischer Herkunft kamen jetzt mit dem berüchtigten Miri-Clan aus Berlin in Konflikt. Deren Chef, Ahmad „Patron“ Miri, soll hier vergangene Woche bei einer Auseinandersetzung an der Nase verletzt worden sein. Im Internet kündigte er seine Rückkehr an: „Ihr kämpft wie Pussies. Trag doch mal ne richtige Waffe, wie ein richtiger Mann.“

Mit diesen Worten soll er den KMN-Rapper „Nash“ (22) meinen, der ihn mit einer Schreckschußpistole bedroht haben soll. Polizeisprecher Marko Laske (43) sagte der „Bild-Zeitung“: „Wir wollen eine neuerliche Auseinandersetzung verhindern, sind auch mit zivilen Kräften unterwegs, nähere Details zur Einsatztaktik werden wir jedoch nicht bekannt geben.“ Ob Miri-Chef Ahmad tatsächlich mit einer Schreckschußwaffe bedroht wurde, ist unklar, allerdings stellte die Polizei vor Ort eine nicht näher genannte Waffe sicher.

Bei dem Streit soll es um Einnahmen aus dem Musikgeschäft gehen, Kenner der Szene vermuten aber auch kriminelle Revierkämpfe hinter dem Gewaltausbruch. „Die Rapper haben ihr Hauptquartier in Dresden, ihre Familien stammen u.a. aus dem Irak, Marokko, dem Kosovo und dem Libanon. Auf der anderen Seite der berüchtigte „Miri-Clan“ – Teil einer libanesischen Großfamilie“, so „Bild“ weiter.

 

Quelle: Zuerst

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