Moskau ist laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow nach wie vor zur Normalisierung der bilateralen Beziehungen zu Washington und zur Zusammenarbeit bereit. Dies meldet das russische Außenamt.

„Sergej Lawrow hat bestätigt, dass unser Land nach wie vor bereit ist, die bilateralen Beziehungen zu den USA zu normalisieren und in den wichtigsten Fragen der internationalen Agenda zusammenzuarbeiten“, heißt es in der Meldung des Außenamtes.

Dabei betonte der russische Minister, dass die von Moskau getroffenen „begrenzten und absolut adäquaten Maßnahmen“ gegenüber dem diplomatischen US-Eigentum in Russland – „nicht eine Antwort nach dem Prinzip ‚wie Du mir, so ich Dir‘ ist, sondern ein erzwungener Schritt, der sich völlig in die internationale Praxis einordnet und auf die Verteidigung der rechtmäßigen russischen Interessen gerichtet ist“.

Neben dem Personalabbau der diplomatischen Missionen der USA, stellt Russland die Nutzung von Lagerräumen auf der Doroschnaja-Straße in Moskau und dem Botschafts-Sommerhaus in Sosnowyj Bor vorläufig ein. Die entsprechenden Noten wurden dem Chef der diplomatischen Mission der USA, John Tefft, ausgehändigt. Diese Maßnahmen sind die Antwort auf die antirussische Politik und die neuen antirussischen Sanktionen seitens der USA. Der US-Botschafter hat seinerseits erklärt, dass er die von Moskau getroffenen Maßnahmen ‚ „tief bedauere“.

Am Donnerstag hatte der US-Senat ein Sanktions-Gesetz gegen Russland, Iran und Nordkorea verabschiedet. Zuvor hatte das Repräsentantenhaus des US-Kongresses das Dokument mit überwiegender Stimmenmehrheit (419 — 3) angenommen. Jetzt soll das Gesetz dem Präsidenten Donald Trump vorgelegt werden, der über das Veto-Recht verfügt.Ende des vorigen Jahres hatten die USA 35 russische Diplomaten in den USA zur Persona non grata erklärt und den Zugang zu den sogenannten Datschen (Sommerhäusern) der ständigen Vertretung Russlands in New York und der Botschaft in Washington gesperrt.

 

Quelle: Sputnik