Die Medien der Vereinigten Staaten können die Härte der russischen Gegenmaßnahmen nicht fassen. Laut Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa lässt diese „Grausamkeit“, für die Moskau ganze sieben Monate gebraucht hat, wortwörtlich das Blut in den Adern gefrieren.

Am Freitag hatte der US-Senat mit einer deutlichen Mehrheit den Gesetzentwurf für neue Sanktionen gegen Russland verabschiedet.

Nachdem nun Moskau sieben Monate nach der Ausweisung Dutzender russischer Diplomaten aus den USA Gegensanktionen verkündete, hätten dutzende  US-Medien von  Sacharowa die Zahl des in Russland arbeitenden diplomatischen US-Personals wissen wollen.

„Auf meinen berechtigten Vorschlag, dies wohl besser direkt bei der US-Botschaft herauszufinden, sagten sie mir Folgendes: ‚Die Amerikaner schweigen‘“, schreibt die Außenamtssprecherin in ihrem Facebook-Account.

Sie hoffe jedoch, dass das State Department etwas gesprächiger werde, und die Zahl seiner Mitarbeiter in Russland schon selber publik mache.

Im Grunde sei es kaum zu glauben, so Sacharowa, wie benebelt die US-Medien wohl seien, dass sie bei dem tagtäglichen Erstellen von Berichten über Moskau und Sanktionen sich kein einziges Mal dafür interessiert hätten, wie viele ihrer Landsleute in Russland arbeiten würden.

„Dabei haben sämtliche US-Medien (die die Sprecherin angerufen haben, Anm. d. Red.) sich über die ‚Härte der Gegenmaßnahmen‘ gewundert“, sagt die Sprecherin. „Dafür habe ich eine Antwort parat: Russland hat sich niemals mit der Verschlechterung der bilateralen Beziehungen befasst.“

Moskau habe stets nur geantwortet, und dies auch nur nach dem Einhalten längerer Pausen getan —  „in der Hoffnung, dass die Partner Vernunft zeigen würden“.

„Unseren Diplomaten und 32 Mitarbeitern mit Familie und Kind wurde nur 72 Stunden Zeit gegeben, um die Gebäude zu räumen und das Land zu verlassen“, erinnert Sacharowa.

Trotz alledem habe Russland ganze sieben Monate lang ausgeharrt, mehrere Gesprächsrunden geführt und sei erst nach dem Ausbleiben eines konstruktiven Dialogs den USA „nicht mit der Ausweisung, sondern mit dem Vorschlag einer Verringerung der Mitarbeiter“ entgegengekommen, um dessen Zahl in Übereinstimmung mit der zahlenmäßigen Stärke der russischen Diplomaten und technischen Mitarbeiter in den USA zu bringen.
„Grausam? Das lässt ja einem das Blut in den Adern gefrieren“, scherzte die Außenpolitikerin.

 

Quelle: Sputnik