So schnell rudern Politiker normalerweise nicht zurück. Der französische Präsident Macron hat jetzt bereits einen Tag nach seiner volltönenden Ankündigung, er wolle „Hot Spots“ in Libyen noch in diesem Jahr einrichten, seine Aussage wieder zurückgezogen. Die Sicherheitslage sei dafür im Moment nicht ausreichend, hieß es aus dem Elysée-Palast.

Nur wenige Stunden zuvor hatte Macron seine ambitionierten Pläne bekanntgegeben, noch in diesem Sommer Registrierungsstellen für „Flüchtlinge“ in dem nordafrikanischen Land zu eröffnen, gemeinsam mit der EU oder im Alleingang.

Kurz später ist davon nicht mehr viel übriggeblieben. Stattdessen solle nun zunächst die Machbarkeit solcher Registrierungsstellen in einem Grenzgebiet von Libyen, Niger und dem Tschad geprüft werden, teilte das Präsidialamt in Paris mit. Es sei eine Zone identifiziert worden, die „im Süden Libyens, im Nordosten Nigers und im Norden des Tschad“ liege, um derartige Registrierungsstellen einzurichten. In Libyen selbst sei dies „momentan nicht möglich, zunächst müsse die Sicherheitslage ausreichend gut sein“.

 

Quelle: Zuerst