Nach dem Beschluss von russischen Gegensanktionen müssen die USA nach Angaben aus informierten Kreisen in Moskau bis zu 300 Mitarbeiter ihrer Botschaft und Konsulate in Russland abziehen.

Am Freitag hat Russland von den USA gefordert, die zahlenmäßige Stärke des diplomatischen und technischen Personals der US-Botschaft in Moskau und der Generalkonsulate in Sankt Petersburg, Jekaterinburg und Wladiwostok bis zum 1. September auf 455 Menschen zu reduzieren und so in Übereinstimmung mit der Personalstärke der russischen Vertretungen in den USA zu bringen.

Ein informierter Sprecher teilte der Nachrichtenagentur RIA Novosti mit, dass in den diplomatischen Vertretungen der USA in Russland derzeit zwischen 600 und 700 Mitarbeiter tätig seien. Es müssten also zwischen 200 und 300 abgezogen werden, so der Sprecher. „Dieser Personalabbau wird sie schmerzhaft treffen.“
Neben dem Diplomaten-Abzug verwehrt Russland der US-Botschaft ab dem 1. August den Zugang zum Erholungszentrum Serebrjanny Bor und mehreren von.

US-amerikanischen Botschaftsmitarbeitern genutzten Lagerräumen in Moskau.
Damit reagierte Moskau auf die Ausweisung Dutzender seiner Diplomaten aus den USA vom Dezember und die Schließung russischer Freizeitanlagen in den USA. Damals sah Moskau von einer Reaktion ab — in der Hoffnung auf bessere Beziehungen zu Washington unter Präsident Donald Trump.

Die Gegenmaßnahmen wurden nun beschlossen, nachdem der US-Senat am gestrigen Donnerstag neue Sanktionen gegen Russland verabschiedet hat. Diese treffen vor allem den Energiesektor und richten sich gegen alle Unternehmen, die sich an der Instandsetzung, der Modernisierung oder dem Ausbau russischer Exportpipelines beteiligen, darunter auch gegen europäische.

 

Quelle: Sputnik