Political correctness auch in den USA, und zwar im besonders „toleranten“ Bundesstaat Kalifornien. Dort hat jetzt ein Radiosender den renommierten Biologen und Religionskritiker Richard Dawkins wegen angeblich verletzender Kommentare über Moslems ausgeladen. Dawkins sollte in einem Interview mit dem Lokalsender KPFA in Berkeley zu seinem neuen Buch „Brief Candle in the Dark“ sprechen.

Der Sender erklärte zu der Ausladung: „Wir haben ihn nur wegen seines exzellenten neuen Buches eingeladen. Wir wußten damals nicht, daß er mit seinen Tweets und anderen Kommentaren über den Islam so viele Menschen verletzt hat.“

Der Wissenschaftler konterte mit der Feststellung: „Ich habe die lächerlichen pseudowissenschaftlichen Behauptungen von islamischen Gelehrten kritisiert und den Widerstand gegen die Evolutionslehre und andere wissenschaftliche Wahrheiten.“ Er kritisiert, daß bei dem Sender mit zweierlei Maß gemessen werde: „Ich bin als Kritiker des Christentums bekannt und bin dafür noch nie ausgeladen worden.“

Dawkins hatte zuletzt seine Haltung gegenüber dem Christentum gemäßigt und wiederholt erklärt, daß er im Islam die größere Bedrohung sehe. „Es gibt, soweit ich weiß, keine Christen, die Gebäude in die Luft jagen, keine christlichen Selbstmordattentäter, und mir ist auch keine christliche Glaubensgemeinschaft bekannt, die die Todesstrafe für Apostasie fordert“, sagte er 2016.

 

Quelle: Zuerst